AUSSTELLUNGEN AKTUELL

 
 
 
Gabriele Münter, Vase mit Äpfeln, 1909, Öl auf Leinwand, 33 × 49 cm, Franz Marc Museum, Kochel a. See, Dauerleihgabe aus Privatbesitz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Walter Bayer, München
Gabriele Münter, Vase mit Äpfeln, 1909, Öl auf Leinwand, 33 × 49 cm, Franz Marc Museum, Kochel a. See, Dauerleihgabe aus Privatbesitz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Walter Bayer, München
 

GABRIELE MÜNTER
AUFBRUCH IN FORM UND FARBE

 

22. NOVEMBER 2025 BIS 22. MÄRZ 2026 (2. OG)

 

Die monografische Ausstellung widmet sich Gabriele Münter (1877–1962), einer der bedeutendsten Künstlerinnen des deutschen Expressionismus und wichtigsten Stimmen der europäischen Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ihr Werk erstreckt sich über mehr als 60 Jahre. Ausgehend von den Beständen der Sammlung Selinka des Kunstmuseums liegt ein Schwerpunkt der Ausstellung auf der Zeit zwischen 1908 und 1914, die zu den produktivsten ihres Schaffens zählt. Murnau im bayrischen Alpenvorland wurde in diesen Jahren Münters bevorzugter Malort, an dem ihre Fähigkeit zur Vereinfachung der Form, ihre Ausprägung klarer Farbkontraste und ihre zeichnerisch treffsichere Malweise zur vollen Entfaltung kamen. »Von nun an bemühte ich mich nicht mehr um die nachrechenbare richtige Form der Dinge. Und doch habe ich nie die Natur überwinden, zerschlagen oder gar verhöhnen wollen. lch stellte die Welt dar, wie sie mir wesentlich schien, wie sie mich packte.« Diese Unmittelbarkeit und die Darstellung des subjektiven Erlebens kennzeichnen die Kunst des deutschen Expressionismus.

Außer in ihre ›expressionistische Periode‹ vor dem Ersten Weltkrieg, in der sie die Aktivitäten der Neuen Künstlervereinigung München und ab 1911 das ästhetische, intellektuelle und emanzipatorische Projekt des Blauen Reiters maßgeblich beförderte, gibt die Ausstellung anhand von rund 50 Arbeiten zugleich Einblick in weitere Lebensstationen und Entwicklungsphasen. Münters Werk ist nicht durch eine kontinuierliche Entwicklung gekennzeichnet, sondern durch ein Nebeneinander unterschiedlicher Stile, Techniken und Vorlieben für bestimmte Motive. Immer wieder gibt es Neuanfänge und Rückgriffe, Brüche und Experimente. Die Ausstellung »Aufbruch in Form und Farbe« führt die stilistische Vielfalt und Innovationskraft Gabriele Münters vor Augen und eröffnet vielschichtige Perspektiven auf ein bahnbrechendes Œuvre der Klassischen Moderne.

Lange Zeit fanden vorwiegend Münters Bilder aus der Zeit des Blauen Reiters Beachtung. Der Eigenständigkeit ihres umfangreichen Schaffens wird seit einigen Jahren auch verstärkt internationale Aufmerksamkeit zuteil, wie jüngst in Einzelausstellungen im Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid, im Musée d’Art Moderne de Paris und aktuell im Guggenheim Museum in New York. Die Ausstellung »Aufbruch in Form und Farbe« im Kunstmuseum Ravensburg ist die erste Einzelausstellung nach 20 Jahren in Baden-Württemberg.


Für diese Ausstellung steht ein kostenfreier Audioguide zur Verfügung. Nutzen Sie den Guide auf Ihrem eigenen Smartphone, indem Sie den QR Code am Empfang scannen, oder leihen Sie sich ein Gerät für die Dauer Ihres Besuchs aus. Wir empfehlen, eigene Kopfhörer mitzubringen.


RAHMENPROGRAMM
— Do, 11.12., 18 Uhr, Im Dialog mit Dr. Margrit Brehm, Kunstwissenschaftlerin und Autorin, Karlsruhe, gemeinsamer Ausstellungsrundgang
— Do, 22.1., 19 Uhr, Vortrag »Was ist aus Gabriele Münter geworden?« von Dr. Isabelle Jansen, Kuratorin und Geschäftsführerin der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung
— Mi, 11.3., 18 Uhr, Vortrag »Vom Blauen Reiter zum Blauen Bagger. Eine kleine Kunstgeschichte zum Gesamtwerk von Gabriele Münter« von Dr. Matthias Mühling, Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus

Die Ausstellung wird gefördert durch die

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Kathrin Sonntag, Marie und Naomi, Mexiko-Stadt, Mexiko 2016, 2024 (Detail) und Gabriele Münter, Sitzendes Paar in einem Interieur (Ehepaar Wade?), Moorefield, Arkansas, 1900, © Kathrin Sonntag, Courtesy Kadel Willborn, Düsseldorf, VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, München, Marta Herford, Foto: Besim Mazhiqi
Kathrin Sonntag, Marie und Naomi, Mexiko-Stadt, Mexiko 2016, 2024 (Detail) und Gabriele Münter, Sitzendes Paar in einem Interieur (Ehepaar Wade?), Moorefield, Arkansas, 1900, © Kathrin Sonntag, Courtesy Kadel Willborn, Düsseldorf, VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, München, Marta Herford, Foto: Besim Mazhiqi
 

KATHRIN SONNTAG UND GABRIELE MÜNTER DAS REISENDE AUGE

 

22. NOVEMBER 2025 BIS 22. MÄRZ 2026 (EG/1. OG)

 

In der Ausstellung »Kathrin Sonntag und Gabriele Münter. Das reisende Auge« treten Fotografien von zwei in Berlin geborenen Künstlerinnen in einen Dialog, der die zeitliche Differenz von mehr als einem Jahrhundert überbrückt. Kathrin Sonntag (*1981) hat sich auf eine Reise durch das bisher wenig bekannte fotografische Werk einer der bedeutendsten Vertreterinnen des deutschen Expressionismus begeben, um mit Bildern aus ihrem eigenen fotografischen Archiv auf ausgewählte Fotografien von Gabriele Münter (1877–1962) zu reagieren.


Gabriele Münters Fotografien sind 1899/1900 während ihrer zweijährigen Reise durch die USA entstanden. Die herausragende kompositorische Qualität der Aufnahmen belegt bereits im Vorfeld von Münters malerischem Schaffen ihre Suche nach einem künstlerischen Ausdruck. Kathrin Sonntag wurde durch Installationen bekannt, die eigenes und gefundenes fotografisches Bildmaterial in einen räumlichen Dialog setzen. Durch die Gegenüberstellung mit Münters Fotografien erzeugt Sonntag einen Resonanzraum in der Gegenwart, verweist spielerisch auf Korrespondenzen und stimuliert die Lust am Entdecken. Die Räume voller Echos und Widerhall lenken die Aufmerksamkeit auf die Frage, wie Münter und Sonntag – und letztlich auch wir − der Welt im Medium der Fotografie damals und heute begegnen.


Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Museum Marta Herford realisiert, wo die Ausstellung vom 8.6.2024–12.1.2025 zu sehen war. Das gemeinsam herausgegebene Künstlerinnenbuch ist im Spector Verlag erschienen. Mit Dank an die Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung.

 
 

RAHMENPROGRAMM
— Do, 12.2., 18 Uhr, Künstleringespräch mit Kathrin Sonntag, gemeinsamer Ausstellungsrundgang
— Do, 27.11., 15.1., 5.2., 19.3., 17 Uhr, Kuratorische Führung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 

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