Stadt Ravensburg und Partnerstädte gedenken der Opfer der Corona-Pandemie

29.06.2021 | Gemeinsame Erklärung der Partnerstädte Ravensburg, Mollet des Vallès, Montélimar, und Rivoli öffentlich verlesen: Schweigeminute in der Gemeinderatssitzung am 28. Juni

 

Gedenken und Schweigeminute für die bisherigen Opfer der Corona-Pandemie in Ravensburg und in den Partnerstädten Mollet des Vallés, Montelimar und Rivoli. Die Städte haben einen gemeinsamen Gedenktext abgestimmt, den die Oberbürgermeister und Bürgermeister in den jeweiligen Gemeinderäten vorgelesen haben. In der Sitzung des Ravensburger Gemeinderates  am 28. Juni 2021 hat Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp den Text verlesen. Anschließend erhoben sich die Mitglieder des Gemeinderates und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung zu einer Schweigeminute.

Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp erinnerte an die Menschen, die im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben sind. In Ravensburg sind es seit Ausbruch der Pandemie im Jahr 2020 bis heute 44. Etliche weitere hatten schwere Krankheitsverläufe bis sie wieder genesen waren oder sie leiden noch immer an den Folgen der Krankheit. Gedacht wurde auch der Familien, deren Leben durch die Pandemie unwiederbringlich verändert wurde und die sich in vielen Fällen nicht angemessen von ihren Angehörigen verabschieden konnten. Auch wurde in Erinnerung gerufen, dass sich viele Einwohner und Akteure in der Wirtschaft in finanzieller Not befinden. Gedankt wurde auch den Menschen, die sich ehrenamtlich oder beruflich in vorbildlicher Weise während der Pandemie für ihre Mitmenschen solidarisch einsetzen.

Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp: "Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Aber uns ist es wichtig, heute einmal innezuhalten und uns zu erinnern. Wir und die Partnerstädte sind mit derselben Herausforderung konfrontiert. Wir können soviel voneinander lernen und so die Pandemie in unseren Städten im Rahmen unserer Möglichkeiten besser bekämpfen."

Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp gedenkt der Corona-Opfer



Logos Partnerstädte

Gemeinsamer Gedenktext im Wortlaut

Covid19- Gedenkfeier in den Partnerstädten Mollet del Vallès, Montélimar, Ravensburg und Rivoli am 28. Juni 2021


Erklärung der 4 Bürgermeister


"Zum ersten Mal in der Geschichte wurden die Menschen in unseren vier Partnerstädten gleichzeitig mit einer neuen Gefahr konfrontiert: Die Corona-Pandemie hat uns alle, unsere Länder, unseren Kontinent und die ganze Welt nun schon seit fast eineinhalb Jahren fest im Griff.

Wir befinden uns in einer Zeit des Leidens und der Trauer, in der schon viele Menschen der Pandemie zum Opfer gefallen sind.
Seit vielen Monaten verfolgen wir die Daten, die täglich in unseren Städten und Ländern ver-öffentlicht werden: Zahlen und Kurvenverläufe, die uns Aufschluss geben über die Infektions-raten sowie über Anzahl der verstorbenen Bürgerinnen und Bürger.
Bei all diesen Daten dürfen wir aber nicht vergessen: Hinter jeder Zahl steht das Schicksal eines Menschen!

Die Pandemie hat uns gezeigt, wie eng wir miteinander verbunden sind: Die Pandemie betrifft uns alle, gleich welche Nationalität wir besitzen. Wir haben gelernt, dass wir die Pandemie nur besiegen können, wenn wir miteinander kooperieren und Solidarität zeigen.
Unsere Städte machen gerade schwierige Zeiten durch, aber wir konnten auch in dieser Pha-se in engem Kontakt miteinander bleiben und haben uns gegenseitig Unterstützung angebo-ten.

Heute möchten wir, die vier Stadtoberhäupter von Mollet del Vallès, Montélimar, Ravensburg und Rivoli all der Menschen gedenken, die im Zusammenhang mit dem Virus verstorben sind, oft unter sehr einsamen Umständen.
Wir erinnern an ihre Namen, ihre Gesichter, ihre Lebensläufe. Wir vermissen sie und werden sie nie vergessen.

Wir wollen auch an die Familien denken, deren Leben durch die Pandemie unwiederbringlich verändert worden ist. An die Menschen, die immer noch an den Auswirkungen einer Corona-Infektion leiden, wie auch an diejenigen, die einen geliebten Angehörigen oder Freund verlo-ren haben und die sich allzu oft noch nicht einmal angemessen von dieser Person verab-schieden konnten.

 
Wir trauern mit ihnen und möchten ihnen mitteilen, dass wir ihren Kummer verstehen und ihnen in diesen schwierigen Zeiten beistehen. Die Bürgerinnen und Bürger unserer vier Part-nerstädte stehen ihnen zur Seite, möchten sie unterstützen und trösten.

Als Bürgermeister der vier verschwisterten Städte bedanken wir uns bei unseren Bürgerinnen und Bürgern ganz herzlich für die Solidarität, die sie seit Ausbruch der Pandemie gezeigt ha-ben. Wir möchten hervorheben, dass wir stolz sind auf alle, die - ehrenamtlich oder beruflich, in Vereinen wie in der Verwaltung - ihr Bestes gegeben haben, um anderen Bürgern und Bür-gerinnen zu helfen. Alle haben unermesslich dazu beigetragen – und tun es noch immer – die Pandemie zu überwinden.

Die Europäische Union ist auf dem Gebiet der Impfung die Hauptakteurin und hat den Mit-gliedsstaaten darüber hinaus Hilfe angeboten. In diesen schwierigen Zeiten fühlen wir uns dem Projekt Europa und unseren Partnerstädten mehr denn je verpflichtet.
In diesen schwierigen Zeiten helfen wir einander, wir tauschen uns aus und lernen voneinan-der. Dadurch stärken wir unsere städtepartnerschaftlichen Bande und schaffen die richtigen Voraussetzungen, um die Gesellschaft in unseren Städten wiederzubeleben.

Während sich die gesundheitliche Gefahr durch das Corona-Virus momentan verringert, be-finden sich viele unserer Einwohner weiterhin in großer wirtschaftlicher Not. Auch leiden wir alle noch an den Einschränkungen, die notwendig sind um die Pandemie zu überwinden.
In dieser Situation ist es tröstlich, sich mit den Freunden im städtepartnerschaftlichen Netz-werk auszutauschen, Mitgefühl zu erfahren, für einander da zu sein und gemeinsame Pläne für die Zukunft und zum Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger zu schmieden.
Wir werden zusammenstehen um die Krise zu überwinden.
Durch die Pandemie sind uns persönliche Begegnungen schon seit längerer Zeit unmöglich, trotzdem sind wir uns näher als je zuvor. Wir haben alle gelernt: Die Gesundheit und das Le-ben aller Menschen in unseren Partnerstädten sind für uns von oberster Priorität.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Wir wollen nun eine Minute still sein, um uns zu erinnern."

Gedenkveranstaltung in Montélimar. Foto: Stadt Montélimar
Gedenkveranstaltung in Montélimar. Foto: Stadt Montélimar

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