Ravensburg und Weingarten gehen nächsten Schritt bei der Zusammenarbeit der Bauhöfe

27.04.2021 | Zusammenarbeit hätte viele Vorteile. Optimale Lösung muss erarbeitet werden.

 

Bei Schneefall ist der Betriebshof mit dem Schneepflug voll im Einsatz. Foto: Stadt Ravensburg/Felix Kästle
Bei Schneefall ist der Betriebshof mit dem Schneepflug voll im Einsatz. Foto: Stadt Ravensburg/Felix Kästle

Wer kennt nicht das Bild: das Schneeräumfahrzeug im Winter hebt an der Stadtgrenze die Schaufel hoch und dreht um, obwohl es ein Leichtes wäre, die Straße einfach weiter entlang zu fahren und zu räumen. Damit und mit vielen anderen Doppelstrukturen soll nach dem Willen der Städte Ravensburg und Weingarten in Zukunft Schluss sein. Die Städte wollen die Zusammenführung und gemeinsame Aufgabenerledigung ihrer beiden Betriebs- bzw. Bauhöfe weiter prüfen. Dies haben beide Gemeinderäte in einer gemeinsamen Sitzung am 26. April 2021 in einem Grundsatzbeschluss entschieden. Damit begeben sich die beiden Städte auf den Weg weiterer intensiver Untersuchungen zur Zusammenlegung ihrer Bauhöfe.

Zentralbauhof mit Vorteilen

Dem Grundsatzbeschluss voraus ging eine Machbarkeitsstudie mit dem Ergebnis, dass eine Zusammenlegung dem Grunde nach sinnvoll wäre. Ein gemeinsamer Zentralbauhof hätte viele Vorteile. So könnten beispielsweise durch die gemeinsame Nutzung Fahrzeuge besser ausgelastet werden. Die Anschaffung von Spezialgerät wäre wirtschaftlich möglich. Auch könnten Fachabteilungen verschmelzen und besser ausgelastet werden. Dies wäre im Hinblick auf die finanzielle Leistungsfähigkeit beider Städte lohnenswert. So sollen langfristig Kosten gesenkt werden ohne dass Personal abgebaut wird. Die Qualität der Aufgabenerledigung soll mindestens gehalten werden oder steigen. Und vor allem: die Aufgabenerledigung soll überhaupt in allen Fällen gesichert werden. 

Moderner, attraktiver Arbeitgeber

Gerade bei Serviceleistungen im Rahmen von Großveranstaltungen werden die Vorgaben immer komplexer. Das erledigt besser ein leistungsfähiger, großer Bauhof. Zudem würde ein moderner und attraktiver Arbeitgeber entstehen. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel ein nicht zu unterschätzender Faktor. Auch vor dem Hintergrund des Klimawandels wäre eine Zusammenarbeit von Vorteil. Immer häufiger entstehen Extremwettersituationen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bauhöfen bereits heute außerordentlich fordern.

Gemeinsamer Standort an der Stadtgrenze

Eine Zusammenlegung der beiden Bauhöfe wird nun im Detail beleuchtet. Fest steht noch nichts. Es wird ein längerer Prozess. Stimmen alle Parameter, dann wäre zunächst eine organisatorische Zusammenführung in etwa drei Jahren denkbar. Die eigentliche, dann auch räumliche Zusammenlegung wird noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Denn keiner der beiden derzeitigen Standorte der Bauhöfe in Ravensburg oder Weingarten kann erweitert werden. Es wäre ein neuer gemeinsamer Standort idealerweise an der Grenze beider Städte notwendig. 

U. a. wird ein Stützpunkt im Süden geprüft

Zudem wird untersucht, ob bzw. wie die Ortsbauhöfe in Ravensburg in den gemeinsamen Baubetriebshof integriert werden könnten. Denkbar wäre, einen Stützpunkt im Süden von Ravensburg zur besseren Erreichbarkeit der Arbeitsgebiete und großen Gemarkungsflächen beispielsweise von Eschach und Taldorf zu schaffen. Auch das muss im Einzelnen untersucht werden. Es ist noch ein langer Weg mit sehr vielen Aufgaben und Prüfungen zur Erarbeitung der optimalen Lösung. Aber der nächste Schritt zu mehr interkommunaler Zusammenarbeit ist gemacht.

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