Glasfaserausbau in Ravensburg kommt zügig voran

01.12.2025 | Sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortschaften und in den Randgebieten der Stadt

 

Schnelles Internet wird für Privathaushalte wie für Unternehmen immer wichtiger.


Die verschiedenen Bereiche im gesamten Stadtgebiet inklusive der Ortschaften werden von unterschiedlichen Akteuren ausgebaut. Grundsätzlich kümmern sich privatwirtschaftliche Unternehmen wie OXG/Vodafone, Teledata oder die Telekom um den Breitbandausbau. Sie sind teilweise schon seit längerem dabei, in verschiedenen Stadtteilen Glasfaserkabel zu legen und weitere Gebiete zu erschließen. So hat die Firma OXG große Teile von Weißenau, der Weststadt, Südstadt und der Nordstadt erschlossen. Die Telekom beabsichtigt die Gewerbegebiete entlang der Südbahn auszubauen. Die größeren Ortschaften wie Schmalegg, Bavendorf, Taldorf, Oberzell, Unterschach, Obereschach, Gornhofen und Oberhofen wurden schon teilweise von den Telekommunikationsunternehmen bzw. der Teledata mit Glasfaserleitungen ausgestattet.

Weiße-Flecken-Programm

Dort, wo die Telekommunikationsunternehmen keine Glasfaseranschlüsse legen – in Randgebieten, Einzelgehöften, Weilern sowie kleineren Ortsteilen in den Ortschaften Schmalegg, Taldorf und Eschach - kümmert sich der Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg gemeinsam mit der Stadt darum. Im Rahmen des Weiße-Flecken-Programms des Bundes und des Landes werden in den nächsten Jahren etwa 1.000 neue Breitband-Anschlüsse in Ravensburg verlegt. Betroffen davon sind in einem ersten Schritt Bereiche mit schlechten Übertragungsraten von maximal 30 Mbit pro Sekunde. Für diesen Ausbau erhält die Stadt Fördergelder bis zu 90 Prozent von Bund und Land.


In Ravensburg betrifft das Weiße-Flecken-Programm vier Bereiche, so genannte Cluster: Hinzistobel, Schmalegg mit einem Randbereich der Kernstadt, Taldorf und Eschach. Die Gesamtkosten für den Breitbandausbau in diesen Clustern belaufen sich auf ca. 35 Mio. Euro. Der Eigenanteil beträgt etwa 5,25 Mio. Euro.


Mit dem Bau des Clusters Hinzistobel wurde aufgrund eines Gemeinderatsbeschlusses vom 24. Februar 2025 am 8. Oktober begonnen. Bis Mitte 2026 soll die Maßnahme fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten betragen ca. zwei Millionen Euro.


Der Ausbau des Clusters Schmalegg inklusive eines Randbereichs der Kernstadt soll im Januar 2026 beginnen und wird etwa eineinhalb Jahre dauern. Die Kosten belaufen sich auf ca. 10 Mio. Euro.


In Taldorf soll Mitte 2026 mit dem Ausbau begonnen werden. Die Maßnahme dauert rund 18 Monate und wird insgesamt ca. 11,7 Millionen Euro kosten.


In Eschach wurden die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in diesem Jahr von der Stadt angeschrieben. Im nächsten Schritt werden alle Anschlüsse zusammen mit den Eigentümerinnen und Eigentümern vor Ort überprüft und dann in die Planung übernommen. Wenn es nach dem Zeitplan des Tiefbauamtes geht, könnte noch im Herbst 2026 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Auch hier beträgt die Bauzeit ca. eineinhalb Jahre bei Kosten von ca. 11,1 Mio. Euro.


Neben all den beschriebenen Bereichen gibt es aber immer noch Gebiete (auch ggf. innerhalb der Ortschaften), wo das Weiße-Flecken-Programm nicht greift und wo auch Privatunternehmen derzeit aus wirtschaftlichen und technischen Gründen keinen weiteren Ausbau verfolgen. Bürgerinnen und Bürger, die dort wohnen, sind bislang noch nicht kontaktiert worden. Die Übertragungsgeschwindigkeiten liegen hier bei immerhin 100 Mbit pro Sekunde und mehr. Was diese Gebiete betrifft, steht die Stadtverwaltung in engem Kontakt zu den verschiedenen Telekommunikationsunternehmen mit dem Ziel, dass in Ravensburg eine flächendeckende Glasfaserversorgung verwirklicht wird und auch dort der Ausbau perspektivisch eingeplant wird.

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