02.03.2026 | Die beliebten „Hoffnungsbären“ der Freiwilligenagentur Ravensburg bringen nicht mehr nur Kindern Trost: Ab März werden die Plüschbären auch an Erwachsene jeden Alters in seelisch oder körperlich herausfordernden Situationen weitergegeben.
Möglich macht
das eine neue Kooperation mit dem Verein „sone“ (solidarisch netzwerken e. V.),
dem Nachfolger des Katholischen Krankenpflegevereins.
Der Verein
finanziert künftig den Kauf der Bären für Erwachsene. Oberbürgermeister
Dr. Daniel Rapp zeigte sich bei der ersten Übergabe begeistert: „Die
Hoffnungsbären sind ein starker Freund, wenn sich das Leben gerade nicht von
seiner schönen Seite zeigt.“ Besonders freue ihn, dass viele Bürgerinnen und
Bürger beim Einkleiden der Bären mithelfen.
Auch Heribert
Brugger, erster Vorsitzender von „sone“, unterstrich den sozialen Gedanken des
Projekts: „Der Verein steht für Gemeinschaft und Solidarität mit den
Schwächsten in der Gesellschaft. Deswegen sind wir bei den Hoffnungsbären mit
dabei." Beim Termin im Rathaus dankte Rapp dem Vereinsvorsitzenden Brugger
sowie den anwesenden Mitgliedern des "sone"-Verwaltungsrates –
Bettina Wolf, Dr. Siegfried Locher, Uta Leicht und Walther Lutz – für das
Engagement.
Die ersten
Hoffnungsbären für Erwachsene wurden an die Ravensburger Clowns e. V.
übergeben. Die Vereinsvorsitzenden Christina Wallisch und Ute Dreher
berichteten von ihren Erfahrungen aus der Seniorenarbeit: „Die Bären erinnern
ältere Menschen an ihre Kindheit und lösen Wohlbefinden aus“, so Dreher.
Wallisch ergänzte: „Mit den Hoffnungsbären entsteht eine Lobby für ältere
Menschen in der letzten Lebensphase – etwas, das bislang eher selten vorkommt.“
Die Clowns
konnten die Wirkung der plüschigen Begleiter in Pflegeheimen bereits
eindrucksvoll beobachten. Viele demenziell erkrankte Personen oder Seniorinnen
und Senioren reagierten mit Lächeln und spürbarer Nähe auf die weichen
Trostspender.
Koordiniert
wird das Projekt weiterhin von der Freiwilligenagentur im städtischen Amt für
Kommunikation, Politik und Gesellschaft. Abteilungsleiterin Sophie Bader und
Projektkoordinatorin Antje Mayer hatten
gemeinsam mit den Ravensburger Clowns den Verein „sone“ im Herbst von der Idee
überzeugt. Auch der Kinderschutzbund Ravensburg bleibt fester Partner: Er
übernimmt den Einkauf der Bären und damit die finanzielle Abwicklung für das
Projekt. Petra Höckl vertrat den Kinderschutzbund bei der Übergabe und betonte
den starken Gemeinschaftssinn aller Beteiligten.
Einrichtungen,
die Erwachsene in belastenden Lebenslagen begleiten, können sich bei der
Freiwilligenagentur als Partnerorganisation melden – telefonisch unter
0751 82-1211 oder per E-Mail an freiwilligenagentur(at)ravensburg.de.
Wer selbst
mithelfen möchte, einen Hoffnungsbären einzukleiden, kann in der
Freiwilligenagentur oder den Rathäusern in Eschach, Taldorf und Schmalegg
kostenlos einen Bären abholen. Spenden an den Kinderschutzbund oder an „sone“
sind ebenfalls willkommen.
Was als
Hilfsangebot für Kinder begann, wird so zu einem generationenübergreifenden
Zeichen der Solidarität. Die bunten Hoffnungsbären spenden Nähe, wo Worte
fehlen – bei Menschen, deren Leben gerade nicht leicht ist.
Weitere
Informationen gibt es unter www.ravensburg.de/hoffnungsbaeren.