Effiziente Wärme für die Zukunft

09.09.2021 | Nahwärme als wichtiger Aspekt des Ravensburger Klimakonsens – TWS arbeitet am Coswiger Platz.

 

Am Montag, den 13. September 2021 startet der nächste Bauabschnitt für die Nahwärmeversorgung am Rande der Ravensburger Innenstadt. Dann verlegt die Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) im Bereich des Coswiger Platzes die Leitungen, die künftig Gebäude an der Versorgungstrasse mit effizienter und ressourcenschonender Wärme versorgen. 


„Nahwärme ist ein zentraler Baustein im Ravensburger Klimakonsens. Die TWS schafft jetzt die nötige Infrastruktur. Das ist ein wichtiger Schritt hin zur Energiewende im Gebäudebestand“, betont Ravensburgs Bürgermeister Dirk Bastin. Der Ravensburger Klimakonsens sieht die CO2-Neutralität der Stadt bis 2040 vor. 


Neben Maßnahmen im Verkehrssektor ist der Wärmebereich der größte Hebel, denn im Bundesdurchschnitt stammen rund 40 Prozent der klimarelevanten Emissionen aus diesem Sektor. „Wir arbeiten im Schulterschluss mit der Stadt und schaffen Lösungen, die der Zielerreichung dienen“, unterstreicht Thomas Booch, Leiter der TWS-Wärmeabteilung. 


Bis 2026 soll das Versorgungsnetz für den Innenstadtbereich zwischen Hallenbad und Rauenegg komplett sein. An beiden Endpunkten liefern dann hocheffiziente Erzeugungsanlagen Wärme in das Netz. Die Abschnitte Römerstraße, Herren- und Kirchstraße, Raueneggstraße sowie die Friedrich-Schiller-Straße werden noch 2022 fertiggestellt, Anschlüsse und eine Versorgung sind dann bereits möglich. 


Das Projekt wird mit Mitteln der EU gefördert. Es verbindet vorhandene kleinere Versorgungslösungen und schafft Kapazitäten für zusätzliche Abnehmer im Einzugsbereich, regenerative Energien haben dort einen festen Platz. Mehrere Streckenabschnitte sind bereits geschafft: So liegen die Wärmeleitungen im Untergrund des Gespinstmarktes bereits seit vergangenem Jahr und in den letzten Wochen haben im Zuge der Erneuerung der B32 die Rohre den Weg unter Teile der Wilhelm- und der Frauenstraße gefunden. Die TWS hat die Bauarbeiten des Regierungspräsidiums Tübingen zur Sanierung der B32 in der Ravensburger Innenstadt zum Anlass genommen, um die baulichen Voraussetzungen für die Nahwärme zu schaffen.

Jetzt über persönliche Heizsituation nachdenken
Umdenken beim Heizen ist wichtig – doch gerade bei einem älteren Gebäudebestand der Innenstädte ist das eine große Herausforderung. „Leitungsgebundene Wärme macht Klimaschutz im Gebäudesektor einfach möglich. Die TWS schafft dabei nicht nur die Infrastruktur, sondern wir kümmern uns auch um den Betrieb und die kontinuierliche Weiterentwicklung des ganzen Wärmesystems“, unterstreicht Miriam Sepke-Vogt, Projektleiterin der TWS. Professionelle Wärmeerzeugungsanlagen im großen Maßstab arbeiten hocheffizient, auch können regenerative Energien und Abwärme aus dem Abwasserkanal integriert werden. Wärmelieferung ist ein Komplettpaket: Wer sich für den Anschluss entscheidet, muss sich dann weder um die eigene Heiztechnik und deren Wartung, um den Schornsteinfeger oder Ersatzinvestitionen kümmern. Das entlastet die Wärmeabnehmer dauerhaft. 


„Uns ist bewusst, dass Überlegungen zur künftigen Heizsituation Zeit in Anspruch nehmen. Finanzielle und zeitliche Ressourcen müssen dabei eingeplant werden“, sagt Miriam Sepke-Vogt. In diesem Zusammenhang macht sie auch darauf aufmerksam, dass sich der CO2-Preis auf fossile Energieträger Jahr für Jahr mehr auf die Heizkosten auswirken wird. Diese Entscheidung hatte die Bundesregierung getroffen, das Gesetz trat im Januar 2021 in Kraft. Aktuell beträgt der Preis je Tonne CO2 25 Euro, dieser steigt jährlich bis zur Marke 55 Euro je Tonne im Jahr 2025. 


Diesen Aspekt müssen Verbraucherinnen und Verbraucher nun im Auge behalten, er ist ein klares Signal für mehr Effizienz, sparsameren Einsatz von fossilen Energieträgern und den Umstieg auf Wärme aus erneuerbaren Ressourcen. „All dies bedenken wir für unsere Kunden bei der Wärmeerzeugung in den Heizzentralen mit und entwickeln diese kontinuierlich weiter. Das ist ein wesentlicher Teil einer Dienstleistung, bei der wir sichere Versorgung, faire Preise und den Aspekt des Klimaschutzes auf eine Ebene stellen“, erläutert Thomas Booch. Er und sein Team haben dabei bereits jahrelange Erfahrung. Denn die TWS betreibt über 100 Wärmeanlagen und -netze in der Region. Jede dieser Lösungen ist individuell auf die Gegebenheiten des Standortes angepasst und wird schrittweise optimiert. Denn gerade bei Wärme gilt: Die Entwicklung geht immer weiter.

Schutz für Bäume am Coswiger Platz
Für den Ausbauschritt des Nahwärmenetzes im Bereich des Coswiger Platzes veranschlagt die TWS rund sechs Wochen. Mitte Oktober 2021 soll der Tiefbau abgeschlossen sein. Besonders berücksichtigt haben die Planer dabei den Schutz des dortigen Baumbestandes, der komplett erhalten bleibt. Die gesamte Baumaßnahme koordiniert die TWS in Abstimmung mit der Stadt Ravensburg, das spart zum einen Kosten und hält die Beeinträchtigungen für Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich.

Informieren – planen – entscheiden
Der Anschluss an das hocheffiziente Wärmeversorgungsnetz in Ravensburg ist entlang der geplanten Trasse zwischen Hallenbad und Rauenegg möglich. Für Interessierte, die sich über eine zukunftsträchtige Wärmeversorgung ihrer Liegenschaft Gedanken machen, hält die TWS weitere Informationen auf ihrer Website bereit unter www.tws.de/waerme.

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