
Hier berichtet das Team der Bücherei Ravensburg regelmäßig über Bücher, Digitales,
Medien, Veranstaltungen und vieles mehr. Immer dienstags und freitags gibt es hier neue Posts.

Die
Stadtbücherei Ravensburg gehört zu einer der meistgenutzten Einrichtungen der
Stadt Ravensburg. Für viele Ravensburgerinnen und Ravensburger ist sie eine
Jahrzehnte alte Institution: Erst in der Bauhütte, dann im Kornhaus und seit
letztem Jahr im Heilig-Geist-Spital. Im Jahr 2025 hatte sie 106.918 Besucher,
pro Öffnungstag waren es durchschnittlich 470 Personen. Trotz der Tatsache das
der komplette März lang, für den Umzug ins Heilig-Geist-Spital, die Bücherei
geschlossen war.
Hinter
den Kulissen
Hinter
geschlossenen Türen wurde trotzdem fleißig weitergearbeitet. Der Umzug von
77.000 Medien und Möbeln musste vorbereitet werden. Die Neueröffnung der
Stadtbücherei war ebenfalls bereits in Planung, sowie diverse andere große und
kleine Veranstaltungen. Ob Stammkunde oder Gelegenheitsbesucher, vieles was in
der Stadtbücherei passiert, bleibt hinter den Kulissen verborgen. Wusstet ihr zum Beispiel das die Stadtbücherei seit letztem Jahr die interkulturelle Arbeit
der städtischen Vereine mit einer mobilen Bücherei unterstützt?
Wissenswertes
und Neuigkeiten
Neben
unserem monatlichen Newsletter und den wöchentlichen Beiträgen des
Büchereieigenen Blogs "BiBlog", erscheint einmal im Jahr ein
Jahresrückblick. Hier lassen wir das vergangene Jahr Revue passieren.
Veranstaltungen, Bauliches, Personelles, neue Angebote. Alles, was Relevanz
hatte, wird angesprochen. Der Jahresrückblick ist für alle Interessierten auf
der Homepage der Stadtbücherei Ravensburg im Downloadcenter einsehbar. Auch die vergangenen Jahre bis 2021 sind dort dauerhaft aufrufbar.
Mitglieder der Stadtbücherei mit gültigem Büchereiausweis können den
Jahresrückblick - und auch die aktuelle Ausgabe von StadtLandSee – kostenlos
über das digitale Angebot des pressreaders lesen.
14.1.2026 I Larissa, Katharina I Jahresrückblick I Presse
In Larissas Horrorecke gibt es heute wieder einen Roman von Thomas Olde Heuvelt. Orakel ist eine Stand-Alone-Fortsetzung von Hex.
Zwar muss man Hex nicht gelesen haben um die Story von Orakel zu verstehen, allerdings erwähnt Protagonist Robert Grim so viel Vergangenes aus Hex, dass man leicht das Gefühl bekommt etwas zu verpassen.

Worum geht's?
Früh
morgens entdecken Luca und Emma im Allemansend, einem brachliegenden
Tulpenfeld, ein Schiffswrack: Die Orakel. Von Neugierde getrieben klettert Emma
in das Wrack. Mit dem läuten der Schiffsglocke verschwindet sie und nach ihr
noch weitere Personen. Drei Schulkameraden, Lucas Vater, Emmas Vater, ein
vorbeikommender Helfer und fünf Polizisten. Sie alle verschwinden ohne Spur im
Schiffsrumpf während die Glocke läutet.
Die
Regierung will das Verschwinden der Personen möglichst aus dem öffentlichen
Interesse heraushalten und setzt dazu auch unlautere Methoden ein. Andere sehen
in dem geheimnisvollen Schiff aber auch Möglichkeiten zur Bereicherung. Als
Experte für "Seltsames" wird Robert Grim herangezogen, er soll seine
Expertise beim Untersuchen des Schiffs zur Verfügung stellen, ob er will oder
nicht.
Währenddessen kämpft Luca mit Albträumen nach dem Verschwinden seines Vaters und seiner Freundin und auch das Schiff selbst übt noch einen ungeahnten Einfluss auf ihn aus. Denn es ist nur ein Vorbote auf etwas viel Größeres...
Fazit
Geht es
nur mir so oder sind Schiffe und das Meer irgendwie von Natur aus ein bisschen
unheimlich? Sie machen auf jeden Fall immer für ein super Horrorsetting.
Heuvelt schafft es, der Orakel so viel Präsenz zu geben, das aus ihr mehr wird
als nur ein Schiff, sie ist unheimlich. Und wie immer schreckt Heuvelt
nicht davor zurück auch Kinder dem Tod auszusetzen.
Auch
wenn Grim der "Übernatürliche Experte" ist, ist Luca der
interessantere Protagonist. Seine Verbindung zur Orakel und zum Meer, die sich
häufenden Hinweise das etwas Größeres kommt, sind die Spannungstreiber.
Grim währenddessen muss sich mit den korrupten und ignoranten Regierungsleuten
auseinander setzen. Zugegebenermaßen nicht originell, weil ein so
offensichtliches Bösewicht-Klischee. Doch wie immer liefert Heuvelt hier zum
Ende hin einen Twist, bei dem sich zeigt, dass die innere Niedertracht sich auch
nach außen hin spiegelt.
Während
Hex ein unverwechselbares amerikanisches Setting hatte, ist Orakel wunderbar
europäisch, inklusive Einbindung lokaler Begebenheiten wie Doggerland. Das
große Final auf einer Ölplattform in der Nordsee und die Enthüllung des
Geheimnisses der Orakel ist absolut fantastisch. Ein Horror-Must-Read.
10.4.2026 I Larissa I Medientipp I Horror
In den folgenden Kacheln finden Sie weitere Beiträge zum Lesen und Ausprobieren.